Hightech meets "HayTec": Ein exotischer Usecase? Wirklich? Eine Idee zum Schutz vor Heuselbstentzündung.....

Gerhard Peter

Initiator of TTN Berlin

Posted on 28-04-2018

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Nur so ein Gedanke (Der Autor hat ja lange genug auf dem Land gelebt):
Eignet sich ein in Heu-/ballen eingebrachter Multi-Etagen-Multi-Sensor (Temperatur aussen und in div. Heutiefen, Feuchtigkeit, Gärgase (Methan, CO2, u.a. ?? - wäre sicher einfach darstellbar) zum Schutz vor Heuselbstentzündung? Eine Fallkonstellation, die man untersuchen sollte/könnte!
Das Messen ist langwierig, da in der 1 Woche nach dem einlagern des Heus täglich gemessen werden muss, dann von der 2-4 Woche 2 bis 3 mal die Woche und von der 5 bis zur 12 Woche nach dem Einfahren des Heus 1mal in der Woche gemessen werden soll.

Das gibt es schon, abder doch wohl nur im Ansatz. Wie die dauerhafte Überwachung und Meldung erfolgt, ist hier noch unklar. Keine Spur von TTN MQTT und Grafana, e-mail, App und push news, samt kontinuierlicher, automatischer Überwachung des Temperaturverlaufs durch künstliche Intelligenz lassen Alarmierungen und Alarmprognosen sicher sehr frühzeitig zu. Werden die Sensoren bisher tatsächlich nur manuell (??? Gibt es das wirklich??? Wer steht schon gerne länger neben dem Heustadl???) abgelesen [oder die Messergebnisse ggf. teuer über GSM zu übermittelt]. Dann gäbe es kaum verlässliche Prognoseparameter.... und der Bauer muss von Heuhaufen zu Heuhaufen springen.. eine doch eher lästige Übung.

"Eine Heusonde ist ein Thermometer für die Messung innerhalb von losen Haufen von Heu, Stroh oder Getreide. Sie besteht aus einer Lanze mit einem oder mehreren Wärmefühlern und einem Anzeigegerät. Mit der Lanze lassen sich alle Orte des undurchsichtigen Haufens auf Wärmeansammlungen und Brände untersuchen. Sie wird von der Feuerwehr und in der Landwirtschaft eingesetzt. Gerade einige Wochen nach der Ernte kann es durch Gärung zu hohen Temperaturen und Heuselbstentzündung innerhalb des Heustocks kommen.
Bei Temperaturen bis 50 °C besteht keine Gefahr; hier verläuft normale Gärung.
Bei Temperaturen von 50 °C bis 60 °C sollte wiederholt gemessen werden, die Temperatur könnte schnell ansteigen.
Bei Temperaturen von 70 °C oder mehr besteht akute Brandgefahr.
"

Bis zur Heuernte dieses Jahr (2018) ist ja noch etwas Zeit. Wer macht sich an die Arbeit? Wenn es im "node workshop" kürzlich gelungen ist, einen Temperatursensor in knapp zwei Stunden über TTN sendefähig zu machen, dann wäre es sicher keine "rocket science", eher eine Art von neuer "HeuTec :) [btw: ist das schon der Name des neuen Start-ups?]", so etwas für die Landwirtschaft dar- und bereit zu stellen. Und diese Sensoren könnten in der Tat, zwar nicht billig, aber doch sehr günstig herzustellen sein - und das mit stündlichem Rapport. Nicht nur, wenn der Bauer Zeit findet und sich ansonsten auf sein Bauchgefühl und seine Erfahrung (die sicher auch sehr wichtig ist) verlässt.

Silageüberwachung, Siloüberwachung wären andere ähnliche Arbeits-/Forschungsfelder, die sich dabei gedanklich auftun.

Daran sollte doch eigentlich auch die Versicherungswirtschaft allergrößtes Interesse haben oder?
Das wäre im Übrigen sicher auch ein tolles Projekt für "Jugend forscht auf dem Lande". Contacte uns: lorawan.berlin@gmail.com . Auf diesem Trojanerpfad könnte sich TTN dann --so ganz nebenbei und völlig beabsichtigt-- sehr schnell über Land verbreiten, insbesondere in dünner besiedelten Regionen. Die gute Reichweite des TTN - Netzes ist ja bereits nachgewiesen.

Mehr über: Heuselbstentzündung

Heustockmesskalender

Bildquelle: Wikipedia.de