Endlich! LoRaWAN wird im Berliner Abgeordnetenhaus diskutiert

Gerhard Peter

Initiator of TTN Berlin and Community Happyness Manager

Posted on 03-02-2020

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Bernd Schlömer (FDP) begründet den Antrag seiner Fraktion "Smart City konkret und bürgernah: Mit LoRaWAN das vernetzte Berlin starten".
Sozusagen: ein Sonderzug AUS Pankow..., frei nach Udo :)

Kommentar: Der inhaltlich und rhetorisch am Besten dargebrachte Beitrag... incl. Blick über den Tellerrand.

Kommentar: Etwas traurig, dass gerade die großen Parteien ziemlich blank sind und es inhaltlich für nicht mehr als eine schlechte halbstündige Internetrecherche gereicht hat oder "ich weiss, dass ich nichts weiss."

Kommentar: 3K statement - Kurz, knapp, korrekt.

Kommentar: Etwas traurig, dass gerade die großen Parteien ziemlich blank sind und es inhaltlich für nicht mehr als eine schlechte halbstündige Internetrecherche gereicht hat oder "ich weiss, dass ich nichts weiss."

Kommentar: Man kann sagen "Er hat sich bemüht." Mittleres Mittelmass.

Kommentar: Was soll man dazu sagen? "Ich bin der Geist der stets verneint. Und alles was entsteht, ist wert, dass es zugrunde geht"....

Wir als Berliner TTN LoRaWAN Community sind zwar politisch agnostisch, doch ohne die "polis" geht eben auch nicht alles. Deshalb freuen wir uns, dass das Thema heute dort, wohin es nicht nur, sondern eben auch hingehört, nämlich im Berliner Abgeordnetenhaus angekommen ist. Denn, auch im politischen Raum, gilt der banale Satz: "Von nix kommt nix!" Es dauert eben in unserer verarmten, aber sexy Metropole. Etwas schneller als die Damen und Herren beim BER sind wir nachweislich aber dann doch unterwegs,

Erste Erkenntnis:
Der Wissensstand im Berliner Politikbetrieb ist doch wirklich sehr heterogen .......ich glaube, einzelne Beiträge schreien nach einer ausführlicheren Kommentierung..... ob man da wohl vorher eine diplomatische Ausbildung absolvieren muss, um niemand aussergewöhnlich auf die Füße zu treten?

weitere Erkenntnis:
Ach so: man kann sich auch jederzeit an uns wenden. Wir beantworten alle Fragen der Politik gerne, persönlich, per e-mail, meinetwegen per Chat, phonisch - nur mit Fax haben wir es nicht mehr so - und natürlich bestehen auch keine unüberwindlichen Hindernisse - je nach Terminkalender- auch eines unserer nexten meetings in der Technologiestiftung Berlin zu besuchen, um sich bei uns schlau/er zu machen. Jederzeit gerne!

https://www.rbb-online.de/imparlament/berlin/2020/30--januar/30-januar-2020---53--Sitzung-des-Berliner-Abgeordnetenhauses1.html

Wir freuen uns und sind gespannt wie Flitzebogen... und herzlichen Dank an unsere beharrlichen Dickbrettbohrer in dieser Sache! Hier gehts dann zum Wortprotokoll der Sitzung.

Hier nochmals der Antrag der FDP im Berliner Abgeordnetenhaus, also dem Landesparlament, als pdf, zum nachlesen:
http://pardok.parlament-berlin.de/starweb/adis/citat/VT/18/DruckSachen/d18-2434.pdf
und hier gleich noch die darin enthaltene Begründung zum "clickfreien, instant reading":

"Begründung

Die Vernetzung des öffentlichen Raumes durch Informations- und Kommunikationstechnologien schreitet in vielen Städten der Welt immer weiter voran. Die Metropolen der Welt suchen dabei vor allen Dingen nach intelligenten Möglichkeiten, um mit Hilfe der Digitalisierung das Zusammenspiel verschiedener Faktoren und Rahmenbedingungen der Stadtentwicklung noch besser als bisher zu steuern, ihre Städte weiter aufblühen zu lassen und die Lebensqualität ihrer Bürgerinnen und Bürger insgesamt zu erhöhen.

Oftmals werden hierfür Umsetzungsstrategien unter dem Topos „Smart City“ genutzt. Unter dem Begriff der „Smart City“ werden dementsprechend vielfältige und verschiedene Entwicklungskonzepte und Innovationsstrategien zusammengefasst, die darauf abzielen, Städte effizienter, technologisch fortschrittlicher und umweltgerechter zu gestalten. Dabei ist die zivilgesellschaftliche Mitverantwortung und aktive Partizipation der Bürgerinnen und Bürger ein wesentlicher Teil dieser Entwicklung. Für Berlin gilt, dass es nur zu einer „Smart City“ wird, wenn eine breite Beteiligung der verschiedenen Akteure, wie auch der Bürgerinnen und Bürger ermöglicht wird. Der Senat hat es allerdings bislang versäumt, eine Smart-City-Strategie zu entwerfen, mit der verschiedenste Möglichkeiten genutzt werden, Daten zu erfassen, sie schnell aufzubereiten, miteinander zu vernetzen und zu integrieren und sie öffentlich zu teilen und intelligent zu nutzen.

Der Antrag zielt deshalb darauf ab, dass möglichst viele Berliner Bürgerinnen und Bürger sich daran beteiligen, unkompliziert Sensoren im öffentlichen Raum (z.B. an Ampeln, Mülleimern, Verkehrsschildern, Parkscheinautomaten, Fahrradstellplätzen, Gebäudefassaden, ...) selbst zu installieren. Diese Sensoren sollen Daten der öffentlichen Infrastruktur von allgemeinem Interesse erfassen (z.B. Beleuchtungsausfälle, Auslastung von Stellplätzen, überquellende Mülleimer etc.). Dafür sollen zahlreiche Testgebiete verteilt auf die ganze Stadt geschaffen werden.

Die Daten dieser Sensoren sollen über eine einheitliche Dateninfrastruktur erfasst werden. Als zugrunde liegende Technik schlagen wir dazu die Netzwerk-Technik LoRaWAN vor, eine bereits in ersten Kommunen (z.B. dem Bitkom-Sieger „digital Stadt“ Darmstadt) erprobte Funktechnik zur Vernetzung von Sensoren der Smart City. Vorteil ist ihre hohe Reichweite (ein bis drei Kilometer), ihr geringer Stromverbrauch (einfache Knopfzellen genügen) und ihre gute Durchdringung von Gebäuden bis in tiefe Keller.

LoRaWAN gilt gemeinhin als eine gute Grundlage für die Realisierung einer Smart City. Die erfassten Daten sollen schließlich auf der Open Data-Plattform des Landes Berlin allen zur Verfügung stehen. Somit könnte die vernetzte smarte Stadt von Bürgerinnen und Bürgern für alle Menschen in der Stadt transparent errichtet werden.

Rechtlich ermöglicht werden soll diese technische Gestaltung durch eigens auf den Weg gebrachte Experimentierklauseln der bundesdeutschen E-Government-Gesetzgebung. Mit Beschluss 2016/41 vom 13. Oktober 2016 hat der IT-Planungsrat dazu bereits mit der„Umsetzung des E-Government-Gesetzes des Bundes und Transfer in die Länder“ einen entsprechenden Regelungskorridor auf den Weg gebracht, um die öffentliche Verwaltung dazu zu ermächtigen, neue (technische und organisatorische) E-Government-Anwendungen zu erproben und zu untersuchen.

Mit dem hier vorgestellten Konzept sollen die Chancen der Digitalisierung vor Ort durch nachhaltige Verbesserungen für Bürgerinnen und Bürger und der Berliner Verwaltung erfahrbar gemacht und Lerneffekte erzielt werden. Durch diesen breiten Ansatz erhoffen wir das Potenzial der vernetzten Stadt im Hinblick auf Ressourcenschonung, Zeitgewinn und erhöhte Verfügbarkeit von Dienstleistungen für uns alle besser erkennbar und nutzbar zu machen und so die Lebensqualität aller Bürgerinnen und Bürger zu erhöhen."

PS: Hervorhebungen im Text und Verlinkungen durch mich

Bildquelle: wikipedia.de - Videos: rbb

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