Forschungsgruppe 6

Gerhard Peter

Initiator of TTN Berlin and Community Happyness Manager

Posted on 03-10-2019

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TTN ist nicht nur ein Spaßprojekt. TTN hat auch, und gerade weil es ein international angelegtes Projekt ist, gar manche weiter reichende Implikationen. Diese lassen sich heute allenfalls erst erahnen. Definieren lassen sie sich aktuell nicht umfänglich. Auch wenn die Gesamtdatenmengen, welche im Projekt in toto bewegt werden, sehr gering sind, so ergeben sich daraus doch genau so viele neue Möglichkeiten, jedoch auch mindestens ebenso viele kritische Fragen, die sachgerecht beantwortet werden wollen.

Die Forschungsgruppe 6 am Weizenbaum Institut in Berlin scheint ein guter Ort für letzteres. Begleitet von einem kritischen Diskurs kann es besser gelingen, die neuen Möglichkeiten so zu nutzen, dass die Gesellschaft als solche diese akzeptiert und als offene, wandlungsfähige und gerechte Gesellschaft weiterbesteht und nicht in digitale, darwinistische Höllen abgleitet. Zugegeben: für manche in der Community nur schwer verdauliche Kost.

Ich wurde dieser Tage von der FG 6 im Weizenbaum Institut zu einem Interview angefragt.

Nein, mit der Area51 ist sie nicht zu vergleichen. - Dennoch ist sie ebenfalls sicher weitgehend unbekannt. Wer? Die Forschungsgruppe 6 am Weizenbaum Institut in Berlin.

Joseph Weizenbaum (Interview (Videolink))

sollte eigentlich jedem hier ein Begriff sein? Wenn nicht, dann lohnt es sich, sich hierzu schlau zu machen. Er entwickelte u.a. das ARPANET, den Vorläufer des Internet, mit, war am MIT tätig und erfand/entwickelte ELIZA. Die weitgehend unkritische Technikgläubigkeit der Menschheit erschreckte ihn. In gewisser Weise warnte er uns auf diese Weise bereits vor Jahrzehnten vor Leuten der heutigen Zeit, wie TRUMP und auch vor #fakenews, wenn man so will.

ACHTUNG! Eine Stunde und 20 Minuten Zeit ist erforderlich!

Über das Weizenbaum Institut [Quelle: Wikipedia.de]:
Das "Weizenbaum-Institut für die vernetzte Gesellschaft – Das Deutsche Internet-Institut" wurde 2017 mit Sitz in Berlin gegründet. Es ist ein vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördertes Verbundprojekt. Dem Verbund gehören an: die Freie Universität Berlin, die Humboldt-Universität zu Berlin, die Technische Universität Berlin, die Universität der Künste Berlin, die Universität Potsdam, das Fraunhofer-Institut für Offene Kommunikationssysteme (FOKUS) und das Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB) als Koordinator.

Aufgabe des Instituts ist es, aktuelle gesellschaftliche Veränderungen im Zusammenhang mit der Digitalisierung zu untersuchen und künftige politische und wirtschaftliche Handlungsoptionen zu entwickeln. Das Institut soll unabhängig und interdisziplinär den digitalen Wandel (Digitale Revolution, Digitale Kluft, Digitale Transformation) einschließlich der rechtlichen, ethischen und ökonomischen Fragen erforschen.

Die übergreifende Fragestellung des Instituts lautet: „Wie lassen sich die Ziele individueller und gesellschaftlicher Selbstbestimmung in einer von digital vermittelten Transformations- und Entgrenzungsprozessen geprägten Welt realisieren und welche Rahmenbedingungen und Ressourcen sind für ihre Verwirklichung notwendig?“


Verantwortung und das Internet der Dinge - Forschungsgruppe 6
Der Anspruch der Forschungsgruppe ist es, das Feld „Verantwortung und das Internet der Dinge“ umfassend zu kartieren und neue Beiträge zu ungeklärten Fragen rund um die „Ubiquitäre Verantwortung“ zu leisten. Die Verantwortung der technisch Handelnden ist seit der Antike ein wiederkehrendes Thema in der Wissenschaft und der Politik. Mit wachsenden Gestaltungsoptionen erweitert sich nun auch der Umfang der Verantwortung. Im Rahmen unserer Forschung betrachten wir den Begriff sowohl aus ethisch-moralischer und juristischer Sicht als auch im Hinblick auf technische Umsetzbarkeit.
Im Zeitalter des „Internet der Dinge“

Die Forschungsgruppe identifiziert Forschungslücken in einem multidisziplinären Team, das im Rahmen seiner interdisziplinären Forschung die Schlagwörter und Konzepte von „Industrie 4.0“ über „Smart Citizenship“ bis hin zu Datenplattformen in Hinblick auf Verantwortung, Haftung und Regulierung untersucht. Trotz des Namens geht es beim „Internet der Dinge“ nicht nur um „Dinge im Internet“, sondern um einen riesigen neuen Markt mit neuen Produkten und einer neuen Währung.

Für unsere Forschung ergeben sich daraus unter anderem folgende Fragen:

Wann ist der Begriff „Internet of Things“ von wem in welchem Kontext geprägt worden?
Wie wird über dieses Thema berichtet, welche Strömungen sind zu beobachten, wer beteiligt sich am Diskurs, welche Stimmen werden gehört?
Diese und weitere Fragen möchten wir im Rahmen einer umfassenden Diskursanalyse stellen und zufriedenstellend beantworten. Der von uns entworfene „Topoi-Katalog“ dient dazu, für eine bestimmte Fragestellung das Auffinden von Daten, Denkfiguren und Literatur zu vereinfachen.

Momentan entwickeln wir ein auf den Nachhaltigkeitszielen der Vereinten Nationen basierendes Wissenswerkzeug für die Entwicklung von Szenarien, technischen Empfehlungen und politischen Handlungsempfehlungen für datengetriebene Dienste und Plattformen.

Gerhard Peter
Initiator TTN Community Berlin und
Community Happyness Manager
ttn.community.berlin@gmail.com