§ Paxcounter § und der Unterschied zwischen § tracking, § sniffing und § counting § - § Ein spannender 35C3 Beitrag! §

Gerhard Peter

Initiator of TTN Berlin and Community Happyness Manager

Posted on 30-12-2018

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Wir empfehlen, über den Jahreswechsel, sich das folgende, aufklärende Video vom letzten 35c3 Leipzig reinzuziehen. Zeitgenossen, welche unter Paranoia leiden, empfehlen wir ausdrücklich, sich dieses Video NICHT anzusehen. Deren Schlafmittelkonsum würde sonst deutlich ansteigen..... :

Übersetzungen im Untertitel in alle Google supported Sprachen jederzeit halbwegs vernünftig möglich.

Der sog. Paxcounter (Pax= Kunde, Passagier) macht all die bösen Sachen nicht, welche die Spitzbuben der internationalen Werbeindustrie sich, in offensichtlich schamloser und irre führender Weise, derzeit (noch?) erlauben. Die Ergänzung mit Databrokern in diesem Genre bildet da wohl die absolute Spitze und sorgt für absolute Transparenz - allerdings nur für die der Kunden! Die Spitzbuben des trüben Geschäfts kassieren nur ab und bleiben unterhalb des Radars.

Deswegen beginnt der Paxcounter derzeit, sich international auch durchzusetzen. Der Paxcounter ist eine elektronische Strichliste.
Es wird ausschliesslich gezählt, anonym, nicht rückverfolgbar und es wird auch nicht vorwärts getrackt, zB Zeitdifferenz zwischen 2 Messpunkten!

Fraglich (lt. Video) ist, ob der Paxcounter in Österreich derzeit legal ist, da bereits das Auffangen von Signalen offensichtlich nicht erlaubt ist.

Aufgrund der eingesetzten LoRaWAN Technologie ist es methodisch ausgeschlossen, die erfassten MAC Adressen mit dem Paxcounter massenhaft zu versenden. Dafür gibt es schlichtweg keine Übertragungskapazitäten.

Das Project ist open source und daher von jedermann/frau einsehbar.

Sinnvoll eingesetzt, kann es wertvolle Informationen liefern, zB Messungen der Anzahl von Menschen im Zeitverlauf an einem bestimmten Ort, zB für Verkehrsbetriebe, Fussgängerzonen, Geschäfte.

Individuen mit dem publizierten code zu tracken, das ist jedoch ausgeschlossen. Das war und ist auch der Ansatz der Entwickler! Auch eine "Kundenwiederkehr" zu messen funktioniert auf diese Weise keineswegs. Aufgrund technischer Unsicherheiten sind die Messwerte auch ein wenig "unscharf", und nicht immer stets "punktgenau". Das ist in diesem Kontext dann eher ein Vorteil - und bei großen Zahlen auch uninteressant.

Was geht wäre:
Den Code zu manipulieren und für eigene -merkwürdige- Zwecke zu missbrauchen. Das aber ist dann eine völlig andere Baustelle.

Den Code gibt's da:
https://github.com/cyberman54/ESP32-Paxcounter

Bildquelle, courtesy recumbent_travel