Report: 15. meeting der TTN Community Berlin

Gerhard Peter

Initiator of TTN Berlin and Community Happiness Manager

Posted on 02-10-2021

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[update]: Bericht der TSB zum meeting

Zum 01.10.2021 hatte die TTN Community Berlin zur ihrem 15ten meeting eingeladen. Die Veranstaltung fand wegen Corona natürlich wieder auf digitalem Weg statt. Und wie stets, so auch heute, danken wir der Technologiestiftung Berlin für den geleisteten, ganz hervorragenden, Community Support, wie zB mailings, organizing, videosoftware.

Der Schwerpunkt unseres heutigen Treffens lag in insgesamt 4 präsentierten usecases, welche wir den versammelten Teilnehmenden präsentieren durften. Der erste Referent fand seinen Weg zu uns leider nicht.

Nach einer kurzen Einleitung und ausgiebigen Vorstellung der Teilnehmenden, gab uns der Community Happiness Manager, Gerhard Peter, zunächst einen kurzen Abriß über die Entwicklungen in der Community seit April d.J., dem Zeitpunkt unseres letzten meetings. Die Folien hierzu gibt's hier.

Anschliessend kamen die Referenten zu "Wort und Bild":

Fred Enz, vom gleichnamigen Ingenieurbüro Enz in Berlin - Adlershof, rapportierte, als langjährig erfahrener Ingenieur mit sehr guten rhetorischen Fähigkeiten seine interessanten Ideen über konkrete "smart agriculture" Projekte im Berliner Umland.
Insbesondere ging es hier um die Optimierung der Bewässerung bei einem Rasenhersteller und dabei paradoxer Weise nicht, wie zuvörderst anzunehmen, um die Einsparung der Ressource "Wasser", sondern von elektrischer (Pumpen-)Energie.
Er stellte uns interessante, wissenschaftlich untermauerbare, Ableitungen aus der Synosis des zeitlichen Verlaufs von Sensordaten, natürlich via TTN, aus unterschiedlichen Erdtiefen vor.

Dies leitete ganz gut über zu einem "smart forest" Thema.Carsten Brinkschulte, einer der Gründer von DRYAD und erfahrener Telekommunikationskämpe, entführte uns in die Gedankenwelt der Waldbrandfrüherkennung.
Dass die Idee offensichtlich verfängt, zeigt das bisher eingesammelte Seed Kapital von nahezu 2 Millionen €. Damit experimentiert es sich dann doch gleich auch viel besser. Kurz zusammengefasst geht es hier um Waldbrandsehrfrüherkennung mittels "smoke detection", indem über Waldflächen von vielen Hektar ein Netz von, solar betriebenen, VOC-Detektoren ausgespannt wird.
Im Wald daselbst wird gleichfalls ein, auf Mesh Technologie gegründetes, solar und supercap basierendes Gateway Netz errichtet. Erfreulicher Weise verhalten sich diese Gateways vollkommen TTN device kompatibel, so dass weitere usecases für ein erweitertes "smart forest net" angedacht werden können. All in all eine sehr ambitionierte Idee. Hier gehts's zu den "slides'.

Wir blieben in der Natur und Herr Peter Hartl, vom gleichnamigen Ingenieurbüro Hartl in Nordtirol, schaltete sich live aus einem original Wiener Kaffeehaus(!) digital zu, was vorzüglich funktionierte. Von einem nationalen LoRaWAN Zentrum zum anderen, sozusagen.
Als ausgewiesener Experte berichtete er den gespannten Zuhörenden über seine LoRaWAN - Anwendungserfahrungen in den Hochalpen.
Summa summarum konnte er feststellen, dass LoRaWAN auch in hochalpinen Regionen exzellent funktioniert.
Besonders eindruckvoll anzusehen waren seine sehr schönen Landschaftsaufnahmen und die Mitteilung, dass die LoRaWAN überwachung von Schafen sogar bis in eine Tiefe zu ca. 100 km Kilometern in die Täler hinein, doch sehr, sehr gut funktioniert. Mit Unterstützung des österreichichen Staats wurden daher bereits grosse Teile, der bis zu 25 verbauten Gateways, errichtet, sogar solar betriebene.
Eigens entwickelte Tracking Software erlaubt es, den Gesundheitsstatus, auch ganzer Herden, mühelos zu verfolgen und ggf. Alarm zu schlagen; denn, keine Geis bleibt allzu lange regungslos an einem Ort stehen.... Der eigentliche Grund für den Einsatz dieser neuen Hochtechnologie ist: Nach über 150 Jahren gibt es ihn dort wieder. Wen? Den "Bösen Wolf" der dort Schafe reisst... Grimms Märchen leben dort quasi weiter. Natürlich dürfen wir in diesem nicht vergessen zu erwähnen, daß alle Sensoren auch in Nordtirol vom TTN System profitieren.
Und hier die "slides".

Abschliessend blieben wir geistig "draussen im Freien" und Florian Pollakowsky, Entrepreneur, CEO und Dualstudent aus Berlin-Weissensee, stellte uns sein Start-up "NethCon" und seine Mitstreitenden vor, wie man Berlin sauberer machen könnte. Die hier zu Grunde liegende Vorstellung ist, eine LoRaWAN TTN basierte Füllstandsüberwachung von vielen der ca. 24.000 bekannt markant, orangefarbenen Mülleimern der BSR zu etablieren und die Optimierung der Leerungsrouten mittels AI und App zu errechnen. Und hier die slides zum Vortrag.

Anschliessend erfolgte der Übergang in das allgemeine Networking und Gemurmel.