TTN und die verlorenen Rettungsringe - RingLock - another approach

Gerhard Peter

Initiator of TTN Berlin and Community Happiness Manager

Posted on 17-09-2021

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Es ist bereits ein Weilchen her, als ich im Herbst letzten Jahres auf dem Hackathon im Berliner "Engelnest" öffentlich darüber nachgedacht habe, wie man die Berliner (natürlich andere auch) Rettungsringe retten kann, nämlich vor Diebstahl.
Das war den Abgesandten der Berliner Feuerwehr dann auch einen Sonderpreis wert. Wie zu erwarten, hat sich erstmal nichts weiter getan. Zur damaligen Prez hier: http://bit.ly/rettungsringe

Dass dieses Problem auch andere umtreibt, das zeigt sich an dem Hinweis auf Twitter, den ich gestern Abend von Timo aus der TTN Community Wiesbaden erhielt, der sich, dank Elefantengedächtnis, noch daran erinnerte.


Clodagh Dunne aus Limerick in Irland hatte diese geniale Designidee, bei der die Rettungsringe sozusagen halb verschlossen "geparkt" wérden und, dank eines einfachen Öffnungsmechanismus, im Notfall dem Retter quasi in die Hände fallen. Siehe Skizze:

Der Rettungsring wird dabei 365/24 mit einem einfachen LDS01 - Sensor von Dragino (Modell wird nicht mehr gebaut, Nachfolger ist der LDS02) überwacht, denn bei jeder Entnahme wird ein Signal per LoRaWAN TTN ausgelöst.
Da ich selbst einen solchen Sensor nutze und ebenso via nodered und Grafana im Auge behalte, kann ich nur bestätigen, dass sich diese, reed Kontakt basierte, Funktionalität bewährt hat, gleichwohl die Reichweite des Device nicht gerade überragend ist. Dafür kostet es nur ca. 17 €.
Vielleicht sollte man perspektivisch eher an unseren geliebten Katzentracker denken, wenn er denn mal verfügbar sein wird. Die Chipkrise hat dessen Produktion nämlich bisher erfolgreich verhindert. Eine grössere Batterie, solare Energiezufuhr und ein netter Alarmton würden das Bild komplettieren.


Die Grundide jedenfalls ist bestechend bis genial und könnte dazu beitragen, den Diebstahl von Rettungsringen in Berlin und anderswo einzudämmen. Ganz verhindern wird man ihn allerdings wohl kaum.
Über Produktion und die vielen damit zwangsläufig verbundenen Hindernisse habe ich mir noch keine Gedanken gemacht. Denn: Am Anfang steht immer die Idee, deren Materialisierung ist zwar ebenso wichtig, aber eben stets der zweite Schritt.

Noch ein abschliessendes "obiter dictum":
LoRaWAN sollte prinzipiell nicht als verlässliches und alleiniges Alarmsystem dienen, da es bei diesem usecase um Menschenleben geht, sondern allein der Überwachung des Rings dienen. Natürlich kann man beim Auslösen einer Meldung auch schon mal genauer hinsehen. Eine live Anzeige ist ja möglich.