Wie LoRaWAN / TTN gegen Rinderdiebstahl helfen kann: Internet of Cows (IoC)

Gerhard Peter

Initiator of TTN Berlin and Community Happyness Manager

Posted on 08-12-2018

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Schäden durch Viehdiebstahl in großen und größten Dimensionen entstehen entlang der ostdeutschen Grenze. Warum, das sei hier einmal dahin gestellt. Den Bösewichten auf die Spur zu kommen, das war bisher ziemlich schwierig. Actio erzeugt stets re-actio - so auch hier. Denn: das ändert sich jetzt rapide durch den Einsatz modernster Technologien, wobei der Überwachungseffekt dann freilich nur ein Nebenprodukt darstellt. Das IoC, Internet of Cows, entsteht. Smart Farming... Deep farming... Ein neues Ecosystem.

Hier ein markanter Bericht von Spiegel TV zur Eingrenzung des Problems:

Abhilfe naht, zB mit www.smaxtec.com:

Sicher gibt es auch eine "light version" dieses approachs. Jede Kuh wird zum Sender. Dieser befindet sich im sog. Pansen, dem Vormagen der Kuh, eine Art lebender "Tiertresor". Dort bleibt der node - ein Kuhleben lang - liegen. Energieversorgung? Reicht aus - definitiv! Eine erprobte Methode. Tierschutzgerecht. Keine Wartung erforderlich. Ortsveränderungen des Rindviehs könnten damit erkannt werden. Neue, bisher nicht für den Lebensradius der Kuh registrierte, TTN - Empfangsgateways könnten durch Lifeanalyse der Metadaten bemerkt, analysiert und gemeldet werden, bzw. natürlich, und das in erster Linie, das Ausbleiben derartiger regelmässiger Statusmeldungen. - Aha: akuter Tierdiebstahlverdacht! Nicht zu vergessen: Bei unseren angrenzenden Nachbarn entstehen auch neue TTN Netzwerke....

Der Schlucksensor auf LoRa - Basis steht aktuell kurz vor der Fertigstellung. Ein weiterer, sinnvoller Usecase für unser TTN - Netzwerk zeichnet sich damit am Horizont ab.

Mit Hilfe von COLLOS kann dann eine künftige Standortbestimmung der Kuh, auch ohne Energie fressendes GPS, unternommen werden. Derzeitige Standortgenauigkeit: ~ 50 Meter. Der übliche Muh Radius....

Zum Abschluss visionär gedacht:
Aufgrund der extemen, vertikalen Reichweite von LoRa - Signalen könnte man Drohnen mit LoRa Gateways in die Höhe mehere 100 Meter aufsteigen lassen, welche dann, bestenfalls, in hunderten km Entfernung Herdensignale aufsammeln. Strategisch gut verteilt, können derartige Start-und Landeprozesse vollautomatisch stattfinden. Die gesammelten Daten können dann auch etwas zeitversetzt zunächst aufgesammelt und dann weiter gesendet werden. Visionen eben.

Bisweilen hilft vielleicht ja auch bereits ein entsprechendes Warnschild - fakenews, korrekt platziert , können nämlich auch positive Wirkungen erzielen.