Ideen für das Internet der Dinge

Steffen Grau

The Things Network User

Posted on 28-06-2019

Bei der Entwicklung von neuen Anwendungsfällen für das Internet der Dinge, von der ursprünglichen Idee über ein Konzept, einen Prototypen bis hin zum fertigen Produkt, kommen neue Ansätze und bisher nicht verfügbare Funktionen zum Einsatz. Das stellt Beteiligte vor neue Herausforderungen.

Eine Möglichkeit diese Aufgabe zu erleichtern bietet das IoT-Tiles Toolkit, ein Ansatz zur partizipativen und nutzerzentrierten Entwicklung von Ideen für das Internet der Dinge.
Das Toolkit nutzt den Gamification Ansatz, um die Beteiligten strukturiert an die Entwicklung und Bewertung oder Anreicherung neuer Ideen heranzuführen. Das Spielbrett definiert den Rahmen für die Entwicklung und mit den zugehörigen Karten werden die alle Parameter bestimmt.
Sieben Kollegen der GISA haben genau diese Methode einmal ausprobiert.

Ausgehend von einem definierten Szenario und Zielgruppe wählt das Team dazu passende Dinge aus und fügt ihnen gewünschte Dienste und Interaktionen zu. Im Anschluss werden geeignete Sensoren, Verbindungen der Dinge und Reaktionen bzw. Feedback an die Nutzer der Idee bestimmt. Das Ergebnis wird zum Schluss in Form eines Elevator Pitches festgehalten.

Die Einschränkungen des Spiels wurden zu Beginn als Reglementierung wahrgenommen. Je weiter der Spielfortschritt kam wurde dadurch jedoch auch eine Fokussierung auf ein konkretes Thema deutlich, was sich gegen Ende des Spiels als klarer Vorteil erwies.

Ebenfalls wurde festgestellt, dass das Einbringen eigener Dinge wie z.B. eines konkreten Sensors durchaus kontraproduktiv sein kann. In unserem Fall war dieser zu konkret und detailliert beschrieben, was verschiedenen Teilnehmern die Arbeit damit nicht möglich machte.

Da hier neue Möglichkeiten und Denkweisen erforderlich sind, ist eine der wichtigsten Herausforderung an alle Beteiligten das „sich auf das Spiel einlassen“.
Wenn man dafür offen ist, bietet das Toolkit eine gute Methode kreativ über neue Ideen mit unterschiedlichen Nutzerfokus nachzudenken.

Damian Paderta stellt auf seiner Homepage die Bestandteile und Anleitung für das Toolkit auf Deutsch bereit. Danke!
Hier finden sich auch die Downloads für die deutsche und englische Variante des Toolkits, das Original findet Ihr hier: http://tilestoolkit.io

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